14, from a distance

14 war vor allem Distanz. Rückblicken aus der Distanz, verstehen. Zu wenig Zeit mit Menschen, weil sie weit weg sind, räumlich oder emotional oder eben gerade nur mit dem Kopf nicht ganz hier. Das ist okay. Aber das geht so nicht weiter.
Ich war zu oft alleine und zu oft fehlte die Kraft, um nicht alleine zu sein.
Wir – das Kind und ich, aber immer wieder das Kind – brauchten viel Ruhe, viel Rückzug und das war oft schwer mit meiner Sehnsucht in Einklang zu bringen.

Ich habe nie so wenig gearbeitet wie in diesem Jahr und gleichzeitig so viel, so unglaublich viel.
Da war das rückwirkende Verstehen. Da war das Trauma, mit dessen Gewicht ich nicht gerechnet hätte, das plötzlich aufsprang, der Verlust von Hoffnung, von mehr als einer Idee, von Wunschbildern, die das Jahr nicht überleben konnten. Nicht sollten, nicht durften. Manchmal müssen Abschiede sein, damit da Platz ist für mehr, right? Neue Informationen, die Erleichterung und Trauer zugleich sind. Eine neue Chance, ein Ansatzpunkt, weitermachen.

Mehr denn je wissen, wo ich nicht hingehöre. Mehr denn je wissen, was ich brauche. Das hilft gegen die Angst vor Veränderung, aber es macht den Schmerz, dass sie nötig ist, nicht unbedingt geringer.
Ich habe viel geschmerzt in diesem Jahr, vielleicht zum Teil auch, weil endlich Raum dafür war. Raum in dem ich nicht mehr nur überleben musste. Aber ich habe auch so viel geplant, Wege freigetrampelt, Berge abgetragen, Möglichkeiten entdeckt und ich weiß genau, ganz genau was und wohin ich will. Nur das wie, an dem bastele ich noch. Noch.

Was auch da war: Sich verändernde Beziehungen. Menschen, die ich vor 1 Jahr vielleicht noch nicht Freund_innen genannt hätte. Menschen, zu denen ich nach Hause kommen kann. Menschen, die – trotz allem, mit allem, mein Zuhause bleiben, auch wenn das nicht unser bestes oder engstes Jahr war. Menschen, die das nicht mehr sein können, trotz allem, mit allem. Das wunderbare, chaotische <3-Team bei herzteile. Viele, die ich gar nicht oder kaum gesehen oder nur gesprochen habe, und die trotzdem wichtig sind, bleiben, immer. Und ein Mensch, der sich immer immer richtig anfühlt, dessen Anwesenheit wie ein Ladegerät ist. Sicherheit, wenigstens hier. Immer noch neu und überraschend, dieses Gefühl, aber 100% da. Richtig.

Aber auch dieses Jahr kam es doch wieder: das Kämpfen, das mit aller Kraft über Wasser halten. Mich, aber vor allem auch das Kind. Wenn ich mir für dieses Jahr etwas wünschen darf, dann freies Schwimmen. Gerne mit Anstrengung, gerne eine längere Distanz. Aber vorwärts, mit Ziel, mit Ausblick, ohne Strampeln, ohne Wasser in Mund und Nase, ohne Schreckstarre. Let’s swim, 15! Let’s do that!

2 Gedanken zu “14, from a distance

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